April 2016 - Mallorca

„Die 25 Highlights Mallorcas“ – so lautete das Motto dieser Reise. Ich war sehr überrascht, wie schön und abwechslungsreich diese spanische Insel ist. Von unserem Hotel in Paguera aus unternahmen wir fast jeden Tag Ausflüge, bei denen wir die ganze Insel kennenlernten.  In der Ebene wechseln sich die Weinfelder mit Obstplantagen und Olivenhainen ab. Die malerischen Dörfer überraschen mit ihren gelben Sandsteinhäusern inmitten von viel Grün und Blumen. 

Wir bummelten durch die engen Straßen der Altstadt der Inselhauptstadt Palma, waren begeistert von den schönen Innenhöfen, den Patios, besuchten die bemerkenswerte Kathedrale und die Burg Bellver, kosteten Tapas im „Tast“, tranken einen Cocktail im Museumsrestaurant „Abaco“, hatten einen Grillabend im „Sa Farinera“, der Mühle. – Spirituelle Zentren sind die Klöster Santuari de Lluc im Tramuntana-Gebirge, de Sant Salvador im Osten der Insel und de Cura auf dem Puig de Randa im Landesinneren, die alle hoch oben in den Bergen sich befinden und nur über Serpentinen zu erreichen sind. Die Berge mit ihren Serpentinen verlangen von den Fahrern einiges an Können und Gefühl ab.

Wunderschöne Blicke auf das Meer und das Land hatten wir von den Aussichtspunkten Mirador Es Colomer, dem Treffpunkt der Winde auf der Halbinsel Formentor , Na Foradada, dem „Loch“, und Es Grau an der Westküste. Wir bummelten über den bäuerlichen Wochenmarkt in Sineu. In der großen Drachenhöhle erlebten wir ein Konzert und fuhren mit dem Boot auf dem unterirdischen See. In einer Finca gab es ein geschmackvolles Paella-Essen. Wir ließen uns die Gewinnung des Salzes aus dem Meerwasser in den Salinen erklären. Mit dem Wein-Express fuhren wir durch die Weinfelder von Santa Maria nach Binissalem und kosteten die einheimischen Weine. Nur durch einen Tunnel ist die Schlucht von Calobra, Torrent de Pareis, zu erreichen. In Sóller unternahmen wir eine Fahrt mit der historischen Straßenbahn und fuhren mit dem „Roten Blitz“, der historischen Eisenbahn zurück nach Palma. Bei einer Wanderung entlang der Küste erlebten wir die Natur und sahen die vorgelagerte Dracheninsel. Kleine idyllische Buchten in Cala Pi mit seinem Wachturm, dem Fischereihafen in Cala Figuera, in Sant Elm, Port d´Andratx und auf der Halbinsel Formentor zeigen versteckte Schönheiten der Insel. Eine Bootstour führte uns in die Bucht von Pollença. Alcudia mit seiner die Stadt umfassenden Stadtmauer und den vielen Toren gehört zum Weltkulturerbe. Ebenso ein Weltkulturerbe ist das Bergdorf Fornalutx im Tramuntana-Gebirge, das als schönstes Dorf Spaniens ausgezeichnet wurde. Mit Recht, finde ich. Von den Bergdörfern in der Tramuntana sind weiter Deija und Banyalbufar zu nennen. Hier findet man die Terrassenfelder angelegt, die mit Oliven-, Apfelsinen- und Zitronenbäumen und Gemüse mühselig bewirtschaftet werden. Dazu gehören die Wasserspeicher, die typisch für die Insel sind. In Valldemossa darf ein Besuch der Kartause und des Königlichen Palastes nicht fehlen. Überall unterwegs grüßen die Windmühlen, die zur Bewässerung dienen. Sie sind das Wahrzeichen von Mallorca.


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September 2016 - London

 

Ein Kurzaufenthalt in London frischte meine Erinnerungen an diese Stadt wieder auf. Mit der Fähre ging es über den Ärmelkanal nach Dover. In Heathrow hatten wir unser Hotel und brauchten bei dem lebhaften Verkehr eine lange Anfahrt in die City. Das kostete viel Zeit, schade. Bei der Stadtrundfahrt sahen wir aber trotzdem alle bekannten Sehenswürdigkeiten: Westminster Abbey, House of Parliament, Big Ben, Trafalgar Square, die Tower Bridge, die futuristischen Wolkenkratzer  wie The Shard (die Scherbe) und Walkie Talkie, die Konzerthalle Albert Hall, das Riesenrad London Eye, das Kaufhaus Harrods. Die Straßen der City haben sehr schöne und majestätische Fassaden. Beherrscht werden sie von den schwarzen typischen London-Taxis und den roten Doppeldeckerbussen. Am Buckingham-Palast hatten wir die Gelegenheit, die berittene Wachablösung zu sehen, ein farbenprächtiges Spektakel. Die grandiose St. Paul´s Cathedral besichtigten wir von innen und stiegen auch hinab in die Krypta, wo bekannte Persönlichkeiten der englischen Geschichte ihre letzte Ruhestätte fanden, wie z. B. Admiral Nelson. Ein Besuch des legendenumwobenen Tower von London durfte nicht fehlen. Hier bestaunten wir die royalen Kostbarkeiten in der Schatzkammer, erfuhren die Bedeutung der Beefeater, lernten die wechselhafte Geschichte des Towers kennen.

 

Das kleine nostalgisch-romantische Städtchen Windsor, dessen Namen die königliche Familie innehat,  war ein weiteres Ziel. Bei einem kurzen Rundgang lernten wir die wichtigsten Gebäude der Stadt kennen, wie das Rathaus, das Schiefe Haus, den Königlichen Shop, den Bahnhof mit der alten Königlichen Lokomotive, das Olde Kings Head und die romantischen Gassen. Das prächtige Windsor Castle ist der Wohnsitz der Queen, das auf einem Berg über der Stadt thront. Sehr sehenswert ist hier die St. Georg´s Chapel mit seinem  unvergleichlichen Deckengewölbe und den zahlreichen Grabmalen der königlichen Familie. Die Kapelle ist auch der Sitz des Ritterordens; hier werden die Standarten der einzelnen Familien aufbewahrt. Über die Nordterrasse gelangt man zu den Staatsgemächern der Queen, alle prächtig anzusehen und reich ausgestattet. Auch aus dem persönlichen Bestand der Queen konnte man Kleider und Zubehör im Original sehen mit den dazugehörigen Fotos. Auch Windsor Castle hat seine interessante Geschichte. – Die Themse ist hier noch ein schmales beschauliches Flüsschen, auf denen sich zahlreiche Enten und Schwäne tummeln. Die Themse trennt die Städte Windsor und die Schulstadt Eton. Auch Eton ist ein typisch englisches Städtchen, das aber vollkommen auf das berühmte College ausgerichtet ist. Hier begegnet man den Schülern in ihrem schwarzen Frack, der Schuluniform, die Lehrer in grauem Frack. – Als Abschluss unseres Aufenthalts unternehmen wir eine Bootsfahrt auf der Themse vom Big Ben aus bis zum Tower, vorbei an dem Riesenrad London Eye und den gläsernen Wolkenkratzern, durch viele sehenswerte Brücken, vorbei am Museum New Tate Modern mit der Millennium-Fußgängerbrücke, der Pickfords Werft, der gläsernen City Hall und dem Museumsschiff MS Belfast bis zum Tower Pier. Hier haben wir die schönste Sicht auf die weltberühmte Tower Bridge. Wir laufen am Tower vorbei bis zu dem Traditions-Pub „The Minories“, das sich unter der Tower Hill Tube Station befindet. Hier genießen wir das typische englische Essen „Fish and chips“, dazu ein Lager oder Guinness. Zurück geht es am beleuchtetem Tower vorbei zum Bus. Der letzte Tag bringt uns mit der Fähre von Dover zurück ans Festland nach Dunkerque/Dünkirchen. Die Überfahrt ist sehr stürmisch, verregnet und trüb (typisch englisch?)

Ein kurzes Video von der Ausfahrt mit der Fähre kannst du hier sehen.