St. Petersburg - Mai 2015

 Zwischenstation war die finnische Hauptstadt Helsinki. Wir nutzten das zu einem Rundgang in der Innenstadt. Der imposante Senatsplatz mit der breiten Treppe zum Dom, das Hafengelände und die Flaniermeile Esplanade bis zum Theater, sowie ein Bummel durch das größte finnische Kaufhaus Stockmann waren einige Stationen. Am Westhafen wartete die großzügige Fähre „Princess Marie“, die uns über Nacht nach St. Petersburg brachte. Die abendliche Fahrt durch die Schärenlandschaft war eindrucksvoll.

St. Petersburg besticht durch ihre prächtigen Paläste, die entlang der Newa und ihren zahlreichen Nebenarmen gebaut wurden, von denen nur einige genannt werden sollen: das riesige Menschikow-Palais, Stroganow-Palais, das Scheremetew Palais und das Jussupow-Palais. Über die Wassilewski-Halbinsel mit den Rosta-Säulen gelangt man zur Festung. In der Kathedrale der Peter-Paul-Festung befinden sich die Ruhestätten der russischen Zaren. Die Stadt besitzt viele bemerkenswerte Kirchen, von denen wir die barocke Nikolaus-Marine Kathedrale, das Smolny-Kloster und die reich verzierte Bluterlöser-Kirche mit ihren wunderbaren Mosaikbildern und -Fußböden besuchten. Auf dem Isaaks-Platz steht die imposante Isaaks-Kathedrale, davor das Denkmal von Nikolaus I. Begrenzt wird dieser Platz von dem Rathaus der Stadt, sowie dem ehrwürdigen Astoria-Hotel. –

Bei einer Bootsfahrt durch die Kanäle und Flüsse, entlang der vielen Palais, durch niedrige Brücken, wie der Lomonossow-Brücke, der Anitschkow-Brücke mit den Roßbändigern, der Ägyptischen Brücke mit ihren Sphinxen, der sich über die Newa spannenden Troizki-Brücke, lernten wir die Stadt von der Wasserseite kennen.

Der Newski-Prospekt zieht sich als Prachtstraße durch die ganze Stadt. Höhepunkt war der Besuch der Eremitage, eine Sammlung von Kunstschätzen von unschätzbarem Wert. Ein Raum ist prächtiger als der andere mit reich verzierten Decken und Intarsien-Fußböden.

Außerhalb der Stadt befinden sich Schlösser in schönen Parkanlagen, die wir besuchten.

In Peterhof steht das prächtige Schloss oberhalb von Wasserspielen, der großen Kaskade, die Besucher aus aller Welt anziehen. Der Samsonbrunnen wird von vielen goldenen Figuren umrahmt. Der angrenzende Park lockt zum Spazierengehen und mit einigen kleineren Palästen.

Ein weiteres Schloss ist der Katarinen-Palast in Puschkin, das im gleichnamigen Park angrenzt. Hier ist besonders das wunderbare Bernsteinzimmer der große Anziehungspunkt.

Der Aleksanderpark, ein riesiger Landschaftspark, befindet sich in Pawlowsk mit einem Palais, das im neoklassizistischen Stil erbaut wurde.

St. Petersburg pflegt seine Tradition und Geschichte.

 


Bulgarien - Rumänien - 2015

Diese Busreise war eine Auffrischung meiner Erinnerungen an frühere Reisen in diese Länder, wobei ich jedoch auch vieles Unbekanntes entdeckte.

Sofia, die Hauptstadt von Bulgarien war das erste Ziel. Hier erkannte ich vieles wieder. Gemäß ihrem Leitspruch: „Wächst, ohne zu altern“ ist diese Stadt sehr gewachsen. Bei einem Rundgang sahen wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, wie die Regierungsgebäude mit der Wachablösung am Präsidentenpalast, die Kirchen Hl. Nedelja, Hl. Sofia, Hl. Svetka, die Synagoge und die neue katholische Kirche, sowie die Rotunde des Hl. Georg und die Russische Kirche. – Etwas außerhalb der Stadt, im Vitoscha-Gebirge, befindet sich das Bojana-Kloster, ein Weltkulturerbe. Unterwegs begegneten uns immer wieder Ausgrabungen, die effektvoll in den Straßenbereich, z. B. in Fußgängertunnel, einbezogen werden Ein Besuch im Nationalhistorischen Museum zeigte uns die wertvollen Schätze der Ausgrabungen, die von einer bewegten Geschichte des Landes zeugen. – Die Alexander-Nevski-Kathedrale mit ihren goldenen und grünen Kuppeln war der Abschluß unseres Besuches.

Die nächste Station war Belogradtschik mit seinen außergewöhnlichen Felsformationen. Wir kletterten auf die Festung Kaleto, von wo wir einen wunderbaren Rundblick auf die Stadt und die seltsam geformten Steinriesen hatten.

Über die neue Donau-Brücke ging es nach Rumänien zur Stadt Orşova. Von hier aus fuhren wir mit dem Schiff auf der breiten Donau zum Eisernen Tor, wo sich der Fluss durch die Berge zwängt, vorbei an der Tafel des Trajan, dem aus dem Felsen gehauen Porträt des König Decebal und dem Kloster Mraconia, das mitten in der Donau thront. Entlang der Donau, vorbei am Kraftwerk und der Staumauer ging es zur Stadt Drobeta Turnu Severin. Bei einem abendlichen Spaziergang bewunderten wir die tanzenden Springbrunnen in ihren wechselnden Farben.

Die Stadt Craiova war die nächste Station. Hier schlenderten wir durch die Innenstadt mit ihren bemerkenswerten Gebäuden, wie die Präfektur, die Universität und dem Rathaus, sowie der Fußgängerzone mit ihren zahlreichen Springbrunnen.

Die strahlend weiße Kathedrale in Curtea de Arges mit ihren verdrehten Türmen beherbergt die Begräbnisstätte der rumänischen Könige. In dieser Stadt ist auch die alte Basilika Hl. Nikola und die Ausgrabung eines Fürstenhofes zu sehen.

Bukarest, die Hauptstadt von Rumänien, wird nicht zu Unrecht als das Paris des Ostens genannt. Die Stadt überrascht mit einer ganz eigenen Architektur, breiten Straßen und vielen Grünanlagen. Ein mehrstündiger Fußmarsch führte uns durch die Altstadt zur alten Karawanserei, der orthodoxen Hofkirche Curtea Veche, der Nationalbank mit ihrer wunderschönen Fassade, dem Universitätsplatz, dem Nationaltheater und dem Odeon-Theater, dem Militärkreis, zum Revolutionsplatz mit seinen Ministerien, zur Konzerthalle Atheneum, dem prächtigen Stavropoleos-Kloster, der Kretzulescu-Kirche und dem ausgedehnten Cismigui-Park. Über das riesige Parlament-Gebäude konnten wir nur staunen, ebenso über die Prachtstraße Boulevard Unirii.

Mit einem Besuch im berühmten Brauhaus Caru co Bere mit seinen urigen Räumen, mit Zigeunermusik und einem schmackhaften Essen klang unsere Reise aus.


Jordanien 2015

Ein Wunschtraum ging in Erfüllung. Ich bereiste in einer kleinen Gruppe von 10 Personen mit einem Kleinbus das Land. Obwohl Jordanien mitten in einem Krisengebiet liegt, haben wir uns immer sicher gefühlt. Es wird überall streng auf Sicherheit geachtet und kontrolliert. Die Menschen kamen uns freundlich entgegen. Das Land besteht nur aus Wüste und felsigen Bergen. Das Land ist nichts für Fußlahme. Grüne Oasen gibt es hier kaum. Diese bizarren, oft bunten Felsen und nackten Berge, dazwischen die Wüste bilden einen eigenartigen Charme. Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Erde, daher ist Wasser äußerst kostbar. Sharif, unser Reiseleiter, erklärte uns die Sehenswürdigkeiten seiner Heimat mit vielen Details zur historischen und biblischen Geschichte. - Die  Anreise erfolgte mit einem Zwischenaufenthalt in Istanbul. Trotz sehr später Ankunft um Mitternacht war eine schnelle Abfertigung und ohne Visagebühren, weil wir ein Gruppenvisum hatten.

Stadtrundfahrt in Amman: Hauptstadt von Jordanien mit modernen Bauten im Zentrum. Die Stadt liegt  auf 20 Hügeln, hat ca. 3 Mill. Einwohner. Es herrscht lebhafter Autoverkehr, für Fußgänger ist es schwierig, die Straße zu überqueren. Bestes Verkehrsmittel sind daher die billigen Taxis.

Zitadelle: Eine wunderbare Aussicht auf die Altstadt: Herkulestempel, Ummaijadenpalast, Zisterne, Moschee, byzantinische Kirche, archäologisches Museum sind einige Sehenswürdigkeiten hier.

Römisches Theater und Odeon, Jordanisches Traditions-Museum befinden sich unterhalb der Zitadelle in der Altstadt.


Weit im Osten der Wüste liegen die Wüstenschlösser:

Qasr Azraq: Die Burg war das Hauptquartier von Lawrence von Arabien 1917/18. Bemerkenswert sind hier die steinernen Drehtüren und Deckenkonstruktionen.

Qusair Amra: „rotes Schlösschen“ mit Fresken: Jagdszenen, Musikanten, Tänzerinnen, Liebespaare; Weltkulturerbe

Qasr Kharana: Eine einsame Karawanserei mitten in der Wüste. Schiefe Öffnungen im Mauerwerk schützen gegen Sandstürme. Die zwei Etagen weisen viele  Ausschmückungen in den Räumen auf.

Weitere Stationen waren:

Jerash: mit antiker Stadt Gerasa, auch Pompeji des Ostens genannt: Hadrian-Triumphbogen, Kolonnadenstraßen mit Kanalisation, Hippodrom, Artemistempel, etliche Kirchen, Markt, Südtheater, Nordtheater, Zeustempel, Bäder, Nord- und Südtor.

Umm Quais: (Dreiländereck: Jordanien, Israel und Syrien), mit antiker Stadt Gadara. Hier hat man einen herrlichen Ausblick auf die Golanhöhen und den See Genezareth (Tiberias-See).

 Berg Nebo: biblischer Berg: Moses erblickte hier das „Gelobte Land“. Herrlicher Ausblick auf das Jordantal, das Tote Meer und Jericho.

Madaba:  am Königsweg; Stadt der Mosaiken. Die St. Georgs-Kirche hat ein Fußbodenmosaik einer Landkarte von Palästina aus dem 6. Jh.n.Ch.

Wadi Al-Mawjib: der grandiose Grand-Canyon von Jordanien, 300 – 400 m tief, mit Stausee, Abfluss zum Toten Meer.

Kreuzfahrerburg Kerak: hoch über der Stadt mit herrlichem Ausblick; Reste der Festungsanlagen mit Küche, Lagerräumen, Kerker und einem Wohnpalast

Höhepunkt meiner Erwartungen war die antike Stadt Petra. Die Übernachtung erfolgte in Wadi Musa (Mosestal: Moses schlug mit Stab auf Felsen und Wasser sprang heraus).  Die  Stadt liegt inmitten von farbenprächtigen Felsen. Der Zugang erfolgt über einen 1,5 km langen Siq/Schlucht, eigentlich ein Flusstal, 2 – 10 m breit, der durch seine bunten Felsen prächtig wirkt. Er endet am berühmten Schatzhaus, das sehr beeindruckend ist.  Unzählige Grabhöhlen mit Verzierungen wurden aus den Felsen gehauen. Der Stadtkern liegt in einem Talkessel mit großen Theater und den Königsgräbern. Die untere Stadt mit Großem Tempel, byzantinischer Kirche und dem Palast der Tochter des Pharaos sind bemerkenswert. Jeder ist hier verzaubert von der Einmaligkeit dieser Stadt, nicht umsonst zählt sie zu den neuen Weltwundern. Hier arbeiten nur Beduinen, die einmal hier gelebt haben. Sie wohnen jetzt in einem neuen nahen Ort.

Aqaba: einzige Hafenstadt am Roten Meer. Jordanien hat nur 30 km Küste. Nachbarort ist Eilat/Israel. Am Strand erlebten wir Familienausflug zum Baden.

Wadi Rum:  Hier bestaunten wir eine Bahnstation mit historischem Zug und Waggon des Phosphatabbaus. Eine Jeepfahrt führte uns durch die rötliche Wüste mit den eindrucksvollen Felsen. Ein Fels erinnerte an Lawrence von Arabien und König Hussein. Hier machten wir eine Teepause bei den Beduinen. Unter der Wüste befindet sich ein großes Süßwasserreservoir, von dem auch Amman  lebt.

Hinunter ging es ans Tote Meer, mitten in den Serpentinen die Normalnull-Stelle.

Bethanien: Eliashügel; Taufstelle von Jesus am Jordan, die auf israelischer Seite eifrig genutzt wird. Der Jordan war für uns enttäuschend, denn er ist nur ein schmaler schmutziger Bach. Besuch der griechisch-orthodoxen Kirche.

Tote Meer: 400 m unter NN, 30 % Salzgehalt. In Amman Beach gehen wir ins Tote Meer, ein besonderes Erlebnis, ein Schwebezustand, das Schwimmen ist unmöglich. Es gibt Steinsalzbänke. Einige probieren die Schlammpackungen.

Das abendliche Amman  am letzten Tag überrascht uns mit einer künstlerisch gestalteten Treppe. Mit einer Rast im Restaurant „Books@Café“ mit wunderbarem Blick auf die Altstadt verabschieden wir uns vom geschichtsträchtigen Jordanien.