Souvenirs aus Tanzania


Muniris Bild

Muniri lebt in Dar-Es-Salaam und ist Kunsttischler. Er fertigt nach eigenen Entwürfen diese herrlichen geschnitzten Sansibar-Truhen und Möbel an. In seinem Schlafzimmer hängt ein Bild, das die ganze Breite des Raumes einnimmt. An diesem Bild hat er zwölf Jahre lang gearbeitet. Umrahmt wird das Öl-Bild von einem eigenhändig geschnitztem Rahmen. Er hat mir die Geschichte dieses Bildes erklärrt: Es stellt die Tier- und Pflanzenwelt von Tanzania dar. Im Vordergrund steht eine Gruppe von Straußen, das sind die Wächter der Savanne. Daneben ein Nashorn, mit seiner Weisheit der eigentliche Herrscher über die Tierwelt, nicht der Löwe, der nur fressen kann. In einem kleinen Weiher steht ein Regenpfeifer, mit seinem langen gebogenen Schnabel holt er aus einem Baumstumpf die Insekten und Maden, hält so die Natur gesund. Dahinter sieht man die Gazellen, die schnellen Läufer und die Zebras. Große Bäume geben Schatten über die Tiere. Über allem aber thront der Kilimanjaro, der Berg und Wahrzeichen von Tanzania. Es ist der Sitz von Mungo, der Gott, der über das Land und seine Bewohner wacht. - Dieses Bild hat eine starke und beeindruckende Aussagekraft.


Chungu,

dieses Wort bedeutet "Topf". Traditionell bereitet man in diesen Töpfen die Speisen zu. Sie werden meist von Frauen auf mühselige Weise hergestellt. Im linken Bild sieht man eine Frau, die das Rohmaterial heraushaut. Der Kies wird dann zerkleinert und gemahlen, um daraus die Formen zu bekommen. Durch das Brennen wird er schwarz. Der chungu steht auf dem offenen Feuer.


Kanga

Die farbenprächtigen Kangas sind das traditonelle Kleidungsstück der Frauen. Sie haben meist eine Aussage. Die Farben, das Muster und vor allem die Sprüche vermitteln eine Botschaft der Trägerin an die Umwelt. Die Kangas bestehen aus einem rechteckigen, meist Baumwolltuch, das um den Körper geschlungen wird ohne andere Hilfsmittel. Sie begleiten die Frauen ihr Leben lang und dienen auf vielfältige Weise der Trägerin, als Bab-Tragetuch, als Sonnenschutz um den Kopf gelegt, als Tasche an der Hüfte usw. Ein winzige Auswahl seht ihr oben.

Das weiße Tuch trägt man zu besonderen Anlässen. Es wurde mir auf Pemba als Geschenk gegeben. Das richtige Drapiern um den Kopf ist mir trotz mehrmaligem Zeigen nicht gelungen. Das ist eine Kunst für sich.


Schmuck aus Tanzania

Schmuck


Aus einfachen Mitteln, wie Hörner der Gazellen, Tierknochen, verschiedene Hölzer, alte Gummireifen, Perlen werden die schönsten Schmuckgegenstände hergestellt. Nicht nur die Frauen, auch die Männer tragen ihren Schmuck. Besonders beliebt sind diese Armbänder in vielfältiger Form.

Die Perlenarbeiten der Massai sind weltberühmt.


Ein Brieföffner, der einen Vogel darstellt, hergestellt von den Sukuma, einem Stamm, der am Viktoriasee lebt. Ebenso die Dose mit Deckel, die traditionelle Muster zeigt. Die Matte besteht aus Kronkorken, die einzeln mit Stoff umnäht sind und dann zusammengefügt werden. Eine mühselige Arbeit, von der manche Frauen leben. Die Spicker aus Holz zeigen Tierfiguren.


Tierfiguren

Ganz oben die Tiere haben eine Perlenkette um den Hals, typisch für die Massai, die diese herstellten. Sie dienen als Weihnachtsschmuck (für Ausländer). Weiter eine Zebramaske, Löwe, Elefant und Giraffe. Elefanten sind meine Liebslingstiere in Afrika. Eine Auswahl aus meiner kleinen Herde seht ihr auf dem letzten Bild.


Früchte


Über meine Sammelleidenschaft, mir unbekannte Früchte mitzunehmen, wurde ich oft von den Einheimischen belächelt. Denn manche kommen von Bäumen und Büschen, die es in der Savanne in Unmengen gibt. Die meisten kenne ich nicht mit Namen. Die großen ovalen aber sind Früchte des Baobab-Baumes.